Projekt: SUF
Untersuchung der neuro-glialen Stoffwechselkopplung bei Optikusatrophien
Optikusatrophien, einschließlich erblicher Erkrankungen wie ADOA und Glaukom, sind neurodegenerative Erkrankungen, die durch den fortschreitenden Verlust retinaler Ganglienzellen (RGCs) gekennzeichnet sind. Während mitochondriale Dysfunktion ein bekanntes Merkmal der RGC-Degeneration ist, bleibt der Beitrag nicht-neuronaler Zellen zur Aufrechterhaltung der metabolischen Homöostase eine kritische Wissenslücke. Dieses Projekt untersucht die Rolle der interzellulären mitochondrialen Qualitätskontrolle, insbesondere des metabolischen Austauschs zwischen RGCs und Astrozyten, in der Pathogenese von Optikusneuropathien.
Wir stellen die Hypothese auf, dass mitochondrialer Stress in den RGCs eine kompensatorische Stoffwechselantwort in den Astrozyten auslöst und dass das Versagen dieser neuronal-glialen metabolischen Einheit die axonale Degeneration beschleunigt. Durch die Integration von moderner Live-Cell-Bildgebung mit hochentwickelten Co-Kultur-Systemen zielt diese Forschung darauf ab, zu charakterisieren, wie dysfunktionale Organellen innerhalb dieser neuro-glialen Schnittstelle reguliert werden.
Das Projekt wird ermitteln, ob eine Verstärkung der glial vermittelten Abbauwege die Vulnerabilität der RGCs mindern kann. Unsere Ergebnisse werden grundlegende Einblicke in die Mechanismen der mitochondrialen Homöostase in der Netzhaut liefern und potenziell neue metabolische Kontrollpunkte identifizieren, die als therapeutische Ziele zur Erhaltung des Sehvermögens bei Optikusneuropathien dienen könnten.
Zentrale Methoden
- Zelluläre Modelle der genetischen Optikusatrophie
- Moderne Live-Cell-Super-Resolution-Mikroskopie zur Überwachung der Organellendynamik
- Molekulare Manipulation mitochondrialer Qualitätskontrollwege
- Quantitative morphologische und metabolische Profilierung der neuro-glialen Interaktionen


