Projekt: X01
Untersuchung des Hornhaut-Phänotyps von Mäusen aus nicht-kornealen Forschungsprojekten des SFB
Dieses Crosslinking-Projekt hat zum Ziel, Hornhaut-Phänotypen genetisch modifizierter Mausmodelle aus verschiedenen Projekten des Bereichs C des SFB 1607 systematisch zu charakterisieren. Obwohl diese Mauslinien ursprünglich für nicht-korneale Forschungsfragestellungen entwickelt wurden, wird erwartet, dass mehrere Modelle hornhautassoziierte Veränderungen aufweisen, die mit mitochondrialer Dysfunktion, Neuroinflammation, oxidativem Stress, der Integrität der epithelialen Barriere oder der Aktivierung des Inflammasoms zusammenhängen.
Zur Bearbeitung dieser interdisziplinären Fragestellungen bündelt das Projekt Expertise und analytische Plattformen aus den Bereichen A, B, C und Z des SFB 1607. Im Fokus stehen die Validierung der jeweiligen genetischen Modifikationen in der Hornhaut sowie eine umfassende phänotypische Charakterisierung der Hornhautstruktur, des Immunstatus, der Vaskularisierung, der Innervation, der Ionenhomöostase und inflammatorischer Signalwege. Ergänzend soll ein transkriptomisches Profiling mechanistische Einblicke in molekulare Veränderungen der untersuchten Modelle liefern.
Das Projekt integriert Mausmodelle aus mehreren Projekten des SFB 1607, darunter mtDNA-Mutator- und STING-Knockout-Mäuse (C01), Galectin-3-Knockout-Mäuse (C05), TSPO-Knockout-Mäuse (C06) sowie inflammasomassoziierte Reportermodelle und NLRP3-Knockout-Mäuse (C07). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf altersabhängigen Effekten sowie der Aktivierung des Inflammasoms als Reaktion auf korneale Stressbedingungen.
Durch die Kombination unterschiedlicher Krankheitsmodelle mit modernen Methoden der Hornhautanalyse etabliert dieses Projekt eine kollaborative Plattform zur Identifizierung bislang unbekannter kornealer Manifestationen systemischer und retinaler Krankheitsmechanismen.
Zentrale Methoden
- Optische Kohärenztomographie (OCT) und mOCT-Bildgebung
- Immunfluoreszenzfärbungen
- Histologische Analysen (H&E-Färbung)
- qRT-PCR zur Validierung genetischer Modifikationen
- Bulk-RNA-Sequenzierung / transkriptomisches Profiling




