DFG bewilligt Forschungsförderung zu UVA-induzierten DNA-Schäden in limbalen epithelialen Stammzellen der Hornhaut

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Forschungsantrag von Dr. Maria Notara und Prof. Dr. Claus Cursiefen von der Uniklinik Köln bewilligt. Für das gemeinsame Projekt mit dem Titel „Die Auswirkungen von UVA-induzierten DNA-Schäden in limbalen epithelialen Stammzellen auf die korneale Inflammation und Neovaskularisierung“ stellt die DFG Fördermittel in Höhe von 247.230 Euro für eine Laufzeit von 36 Monaten bereit.
Das Forschungsprojekt widmet sich grundlegenden Fragen der Augenheilkunde: Es untersucht, wie durch UVA-Licht verursachte DNA-Schäden in limbalen epithelialen Stammzellen Entzündungsprozesse und Gefäßneubildungen in der Hornhaut beeinflussen. Diese Mechanismen spielen eine entscheidende Rolle bei verschiedenen Hornhauterkrankungen und können langfristig das Sehvermögen gefährden.

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und Unterstützung durch die DFG“, sagt Dr. Maria Notara. „Die Förderung ermöglicht es uns, zentrale biologische Prozesse der Hornhaut besser zu verstehen und langfristig neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.“ Prof. Dr. Claus Cursiefen ergänzt: „Dieses Projekt hat hohe klinische Relevanz, da UVA-induzierte Schäden im Augenbereich ein unterschätztes, aber weit verbreitetes Problem darstellen.“

Mit der Bewilligung stärkt die DFG erneut die herausragende Forschungslandschaft der Kölner Universitätsmedizin und fördert ein Projekt mit hoher translationaler Bedeutung für die ophthalmologische Grundlagen- und Patientenforschung. Durch die Unterstützung erhält auch das SFB 1607 Projekt A05 „Die Rolle limbaler mesenchymaler Stammzellen bei kornealer (Lymph)angiogenese, Entzündung und UV-induzierter Pterygium-Pathogenese“, dessen Projektleiterin Dr. Notara zusammen mit Professor Björn Schumacher vom Institut für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung ist, weiteren Anschub. Die Förderung steht darüber hinaus im Zusammenhang mit dem internationalen Forschungsprojekt STEM-CORE (Stem Cell Therapy Development for Corneal Epithelium Regeneration), das von der Radboud-Universität in Nimwegen (Niederlande) koordiniert wird und ab 2026 ein Doktoranden-Netzwerk umfassen wird, in dem die nächste Generation von Experten für regenerative Augenmedizin ausgebildet wird.

Projekt­bezogene Publikationen

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