
Biohybrid.NRW gestartet: SFB 1607 stärkt Forschungsfeld ‚Artificial Cornea‘ in neuem Landesnetzwerk
Mit dem Leuchtturm Biohybrid.NRW hat das Cluster Medizin.NRW ein neues landesweites Netzwerk ins Leben gerufen, das die Akteur:innen im hoch interdisziplinären Feld der biohybriden Medizin verbindet. Biohybride Ansätze vereinen biologische und technische Systeme – von bioinspirierten und hybriden Materialien bis zu interaktiven Schnittstellen – mit dem Ziel, neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu schaffen.
Unser Sonderforschungsbereich SFB 1607 und das MSCA-EU-Projekt Stem-Core sind im Themenfeld „Artificial Cornea“ maßgeblich vertreten. An der Uniklinik Köln arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Augenheilkunde, Stammzellforschung, Materialwissenschaften und Photobiologie daran, das Überleben von Transplantaten in vaskularisierten Hochrisikoaugen zu verbessern – einem Bereich, in dem menschliche Hornhauttransplantate oft früh abgestoßen werden.
Die Forschungsarbeiten verfolgen zwei zentrale Ziele:
1. Optimierung der Biokompatibilität und Langzeitstabilität künstlicher Hornhäute wie Boston KPro und EndoArt im Hochrisikobereich.
2. Reduktion immunologischer Abstoßungsreaktionen durch photobiologische Präkonditionierung mittels UV-A-Licht, um Entzündungen und Gewebsabbau nach Hochrisikotransplantationen zu minimieren.
Ergänzend widmet sich im Rahmen von Stem-Core ein spezialisiertes Stammzellteam der Verbesserung von Stammzelltransplantationen in Hochrisikoaugen.
Mit Biohybrid.NRW entsteht ein starkes Netzwerk, das diese und weitere exzellente Forschungen in NRW strategisch verbindet und sichtbar macht.
